Triebwagenparadies Alb-Bahn

Auf der Schwäbischen Alb-Bahn erleben Sie einen Querschnitt durch die Triebwagenvielfalt der Nebenbahnen. Nostalgische Schienenbusse teilen sich mit Bundesbahntriebwagen aus den 1980er Jahren und hochmodernen Regio-Shuttles den Dienst. Im Charterverkehr kommen darüber hinaus die formschönen MAN-Triebwagen der HzL zum Einsatz. Lange Zeit war der letzte mintgrüne VT 628 der DB der 628 326 in Münsingen zuhause, erst kurz nach seiner Rückkehr nach Limburg Mitte 2006 wurde er verkehrsrot. Ein Gatsspiel der besonderen Art gab der VT 82 der Kahlgrundbahn im Winter 2005/06, erstmalig kam mit diesem Fahrzeug ein Triebwagen der Bauart NE81 auf der Alb-Bahn in den planmäßigen Einsatz. Obwohl sich das Fahrzeug durch seinen Turboantrieb und die gute Motorisierung vor Allem im schneereichen Winter gut bewährte, musste es aus Kapazitätsgründen wieder von einem VT 628 abgelöst werden, da ansonsten ein zusätzlicher Steuerwagen notwendig geworden wäre.

Schülerverkehr

Der reguläre Nahverkehr unter der Woche wird mit Triebwagen der Baureihe 628.2-3 abgewickelt. Diese Fahrzeuge wurden ab 1986 als Nachfolger der Schienenbusse beschafft . Die Triebwagen sind 120 km/h schnell und haben eine Leistung von 410 kW. Ein Fahrzeug bedient die Fahrten zwischen Gammertingen, Gomadingen und Münsingen. Der andere Triebwagen fährt morgens aus Richtung Ulm die Hüttener Runden und kommt mittags nach Münsingen. Dort werden die Wagen jeden Tag getauscht und am Spätnachmittag nach Ulm gefahren. Der Gomadinger Wagen übernachtet abends in Gammertingen.

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Freizeitverkehr

Rückgrat des Sonntagsverkehrs bilden die Schienenbuszüge der RAB und SAB. Die RAB setzt dafür den "Ulmer Spatz" ein, der hauptsächlich aus den beiden für die Chiemgaubahn modernisierten Uerdinger Schienenbussen besteht, die später zur BSW-Gruppe Ulm gekommen sind. Aus dieser Gruppe entstand der heutige Verein "Schienenbusfreunde Ulm e.V.", dessen Mitglieder für den Unterhalt und den Betrieb des Zuges sorgen. 

Die andere Garnitur wird von dem Verein SAB betrieben. Lange Zeit hatte die SAB dazu den Vt 796 625 von den Eisenbahnfreunden Zollernbahn e.V. angemietet, der zusammen mit den original Steuerwagen der Zahnradstrecke Honau-Lichtenstein, Vs 97 604 und Vs 97 605 der Freunde der Zahnradbahn Honau-Lichtenstein e.V. als "Roter Brummer" unterwegs war. Diese Schienenbusse. gebaut von der Waggonfabrik Uerdingen (auch in Lizenz von MAN) bildeten jahrelang das Rückgrat des Personenverkehrs auf Nebenbahnen der Deutschen Bundesbahn. Ausgelegt für eine Lebensdauer von 15 Jahren wurde der letzte DB AG Schienenbus erst am 27.02.2000 in den Ruhestand verabschiedet.

Mit dem Neubau des Lokschuppens ist inzwischen ein ebenfalls schon historischer MAN-Triebwagen der HzL fest in Münsingen stationiert, der nun für die Abwicklung der SAB-Verkehre zu Verfügung steht. Die MAN (Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg) Schienenbusse wurden Ende der 1950iger Jahre parallel zum Uerdinger Schienenbus entwickelt. Die damalige Deutsche Bundesbahn entschied sich aber, den weitaus günstigeren Triebwagentyp zu beschaffen. Lediglich einige Privatbahnen beschafften den technisch moderneren MAN-Triebwagen. Der jetzt in Münsingen stationierte Vt 8 ist übrigens das Prototyp-Fahrzeug gewesen, mit dem MAN die Baureihe bei der Bundesbahn erprobte und vorstellte. Er war deshalb ursprünglich sogar purpurrot lackiert wie die Uerdinger Schienenbusse.

Als Zubringer zur Schwäbischen-Alb-Bahn verkehrt an Sonn-und Feiertagen der Rad-Wander-Shuttle von Tübingen über Hechingen auf die Schwäbische Alb. Diese Leistung wird von modernen Triebwagen der Baureihe RS 1 gefahren, die ab 1996 in Dienst gestellt wurden und heute in ganz Deutschland bei zahlreichen Privatbahnen und der Deutschen Bahn AG (Baureihe 650) im Einsatz stehen.

Über die fahplanmäßigen Angebote hinaus können Sie für Ihre private Veranstaltung einen eigenen Schienenbus mieten. An Sonn- und Feiertagen stehen dafür die historischen MAN-Schienenbusse der HzL aus den 1960i-ger Jahren zur Verfügung. Diese können die gesamte Schwäbische Alb-Bahn befahren.

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